Tiere auf Burg Gnandstein
Die Gebäudestruktur der Burganlage, speziell die Wehrkeller unter dem Nord- und dem Südflügel, bietet geeignete Sommer- und Winterquartiere für Fledermäuse. Sechs verschiedene Arten konnten in den vergangenen Jahren auf Burg Gnandstein nachgewiesen werden: Mopsfledermaus, Braunes Langohr, Graues Langohr, Breitflügelfledermaus, Großes Mausohr und Großer Abendsegler. Alle diese Arten sind in verschiedenen Einstufungen als gefährdete Arten registriert.
Neben den Fledermäusen nisten Turmfalken regelmäßig auf Gnandstein. Obwohl der Steinmarder bis hin zum höchsten Dachbalken sein „Unwesen“ treibt, hat die Schleiereule in den vergangenen Jahren immer wieder erfolgreich ihre Jungen aufgezogen. Mauersegler gehören ebenfalls zu den „Untermietern“ der Burg. Vor Jahren hat auch eine Stockente erfolgreich im Bergfried gebrütet.
Trotz aller Sanierungsarbeiten an den verschiedenen Dächern und Fassaden der Gebäude ist die Tierwelt der Burg Gnandstein treu geblieben. Ein wesentlicher Grund dafür war die Betreuung der Baumaßnahmen durch die Naturfördergesellschaft „Ökologische Station Birkenhain e. V.“ Quartiererhaltende Maßnahmen oder das Schaffen von Ersatzquartieren spielten dabei eine ebenso wichtige Rolle, wie das Verständnis der Burgmitarbeiter für „ihre“ Tiere. So sind die Wehrkeller in den Wintermonaten für den Besucherverkehr gesperrt, um den Fledermäusen die notwendige Ruhe während des Winterschlafes zu garantieren.
Für die ständigen Bemühungen um Schutz und Erhaltung der Fledermäuse wurde Burg Gnandstein im Jahre 2003 die Ehrung „Fledermaus komm ins Haus“ zuteil.



